4. Februar 2011

Putzi-Gruß von Birge Schade

Ok, ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass ich bei Max keine Chance habe, er hatte bereits die Frau seines Lebens gefunden und gegen die kam ich nicht an, das war klar. Irgendwann fing ich den Namen „Putzi“ auf. So hieß sie also, die Frau, die all sein Denken beherrschte. Putzi. Was für ein exotischer Name, dachte ich. Sofort sah ich so ein hübsches, kleines Mädel vor mir mit weichem Akzent und spitzer Zunge, so was wienerisches, die heißen doch immer Mitzi, oder Fritzi, oder Putzi, oder so. Und was war das mit dem Dienstag? War sie seine Dienstagsfrau? Gabs dann vielleicht auch eine Mittwochs-, oder Donnerstagsfrau, oder wie? Und was genau geschah Dienstags? Neugierig googelte ich Max und Putzi und landete beim Putziblog. Putzi ist, wie ich dann merkte eine Dame in den besten Jahren und klein scheint sie auch nicht zu sein. Gut, denke ich, die Frau an Max Seite sieht anders aus, als ich sie mir vorgestellt habe, aber dennoch. Dort wird behauptet, sie sei Max Putzfrau, aber sie putzt anscheinend nie.

Max, lass mich doch auch mal deine Putzi sein! Dienstags hab ich Zeit und nicht putzen kann ich ganz hervorragend! Kannst auch alles aufschreiben was ich so von mir gebe. Dafür lädst du mich dann zum Essen ein und fährst mich anschließend mit deinem sexy Auto rum. Ab und zu machen wir dann eine kleine Reise, einen Ausflug oder wir gehen zusammen in die Komische Oper. Hingerissen bin ich, wenn du mich beim Vornamen nennst und dennoch siezt. – Möchten Sie ein Gläschen Champagner, Birge? – Gänsehaut! Manchmal gehen wir, ganz bodenständig, auch schon mal in die Kneipe um die Ecke. Und ganz manchmal sehe ich dir dann beim Putzen zu … Ach, es muß wunderbar sein, deine Putzi sein zu dürfen …

Tja, leider ist die Stelle schon besetzt, da kann man wohl nichts machen. Ein Traum halt.
Dann Grüße ich wohl mal die Putzi! Hallo Putzi!